Der Gertrudenberg
Kloster - Garten - Krankenhaus
| Dauer: 2 Stunden |
Obwohl er nur wenige hundert Meter vom Stadtkern entfernt liegt, ist der Gertrudenberg auch für viele Osnabrücker ein weißer Fleck. Das ist schade, denn der Berg ist einer der reizvollsten und interessantesten Orte in Osnabrück. Schon vor gut 1000 Jahren wurde hier eine Kirche gebaut, aus der dann später ein Benediktinerinnenkloster hervorging. Auch wenn der Klosterbetrieb im 19. Jahrhundert eingestellt wurde, ein Besuch der Klosterkirche lohnt sich allemal. So befindet sich hier der einzige barocke Hochaltar, der in Osnabrück erhalten geblieben ist.
Überhaupt war das 19. Jahrhundert von einschneidender Bedeutung für den Berg. In den 60ger Jahren wird hier die „Provinzialständische Irrenanstalt“ eröffnet – ein Begriff der keineswegs diskriminierend gedacht war. Die großzügige Anlage mit Billardraum und Festsaal gehörte zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und wurde in einem Atemzug mit dem Dom, dem Rathaus und St. Marien genannt.
Nur einen Steinwurf entfernt, entsteht beinahe gleichzeitig eine der schönsten Gartenanlagen der Stadt. Der Bürgerpark, der auf den Osnabrücker Tuchhändler Senator Wagner zurückgeht, hat nicht nur eine spannende Entstehungsgeschichte, sondern lässt auch das Herz von Botanikern und Zoologen höher schlagen.
Selten bietet es sich an, drei so unterschiedliche Themen in einer Führung zu vereinen. Aber gerade die Vielfalt auf so engen Raum bietet den Hintergrund für eine spannende Führung.
| Kosten: Gruppe mit maximal 25 Personen 120,00 € |

