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Adlig, fromm und arbeitsam

Mit dem Nachtwächter durch die Neustadt

 

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So unterschiedlich wie diese drei Eigenschaften sind, so vielschichtig waren die Bewohner der Osnabrücker Neustadt in früheren Jahrhunderten, in denen ein Nachtwächter in den Abendstunden seine Runden zog. Im Mittelpunkt von „fromm“ stehen die Johanniskirche und die Katharinenkirche mit den Klöstern und Beginenhäusern drum herum. Der Ledenhof und das Schloss vertreten „adelig“. Und all jene Bewohner, die in früheren Jahrhunderten das überregional begehrte „Rosenstrater“ Wolltuch produzierten, sind ein Beispiel für den Fleiß der Neustadt.

Während Auswärtige über die Jahrhunderte Osnabrücks Alt- und Neustadt als eine Stadt wahrgenommen haben, hatte die Neustadt über die Jahrhunderte ein politisches Eigenleben, sichtbar am Neustädter Rathaus. Unterstützt wurde dieser Eindruck einer gemeinsamen Stadt unter anderem durch die gemeinsame Mauer. Während in der Altstadt noch einige Türme jener Wehranlage erhalten sind, kann die Neustadt nur noch mit zwei Türmen aufwarten, von denen der „Gesperrte Turm“ der imposantere ist. Heute gestalten die Osnabrücker Bürgerschützen von 1828 e.V. ihr Vereinsleben im „Gesperrten Turm“ und gestatten dem Nachtwächter bei den öffentlichen Führungen einen Besuch in diesem fast unbekannten Wehrturm.